Ostpreußische Skudden

 

Ostpreußische Skudden sind mischwollige, kurzschwänzige nordische Heideschafe.

Ihre ursprüngliche Herkunft ist, wie der Name schon sagt, Ostpreußen und auch das Baltikum. Im Mittelalter breiteten sie sich bis zu der Lausitz aus und Ende des Zweiten Weltkrieges jedoch, starben sie im Baltikum aus. Heute leben sie überwiegend nur noch in Zoos (Bsp.: Münchner Zoo Hellabrunn, Leipziger Zoo).



Körperbau der Skudden

Auffallendes Merkmal dieser Rasse ist der keilförmige Kopf mit Stichelhaaren, breiter Stirn, einem feinen Nasenbein und kleinen aufwärtsgerichteten Ohren. Die Nase ist schwarz pigmentiert. Der bewollte Körper bildet sich aus dem schrägen Becken, den feingliedrigen, starken Beinen mit festen Klauen und dem dreieckigen Schwanz.
Ihre Wolle besteht aus Ober- und Unterhaaren; die Oberhaare wachsen im Jahr ca. 15 – 20 cm. Die Skudden werden nicht geschoren,  sondern sie wechseln ihr Flies den Jahreszeiten entsprechend selbst.


Merkmale und Vorlieben der Skudden

Das robuste, kleinrahmige Schaf ist die kleinste deutsche  Schafsrasse. Böcke können eine Widerristhöhe von 60 cm erreichen und bis zu 50kg wiegen. Die Zibben, also die weiblichen Schafe werden nur 50 cm groß und bringen bis zu 40kg auf die Waage.
Weiterer Unterschied sind die Hörner. Während die männlichen Tiere ein schneckenförmiges Gehörn tragen, haben die Zibben entweder kein Gehörn oder nur kleine Hörner, Hornstummel bzw. Hornansätze.

Die wenig wählerischen Ostpreußischen Skudden werden gerne zur Landschafts-pflege genutzt, da sie sich überwiegend von Gras ernähren, aber auch Brenn-nesseln, Disteln und  roten Ampfer fressen.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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