Das Rebhuhnprojekt im Landkreis Hof

In der Ökostation Helmbrechts läuft seit dem Jahr 2007 ein Projekt zum Erhalt und zur Förderung des durch den massiven Wandel in der Landwirtschaft mittlerweile stark gefährdeten Rebhuhns im Landkreis Hof. Ursprünglich war dieses Projekt auf eine Laufzeit von drei Jahren, also nur bis zum Jahr 2009 ausgelegt, konnte dann aber glücklicherweise bis 2012 verlängert werden. Aufgrund erfahrungsgemäß notwendiger langer Laufzeiten solcher Projekte bis zum Erfolg hofft die LBV-Kreisgruppe Hof nun auf eine Weiterverlängerung.

Im Jahr 2012 konnten erstmals Rebhuhnnachzuchten in den Volieren auf dem Gelände der Ökostation realisiert und ausgewildert werden.

Partner dieses Projekts sind u.a. die LBV Kreisgruppe Hof und der Landesverband des LBV, das Institut für Wildtierforschung in Hannover, die Kreisjägerschaften und die jeweiligen Landesanstalten für Landwirtschaft beziehungsweise für Wein- und Gartenbau. Gefördert wird das Projekt auch durch die Jagdabgabe, die Stiftung Bayerisches Naturerbe und die Oberfrankenstiftung. >> mehr

10 Jahre "Integriertes Singvogelmonitoring an der LBV-Ökostation Helmbrechts"

Seit 2003 wird an der LBV-Ökostation Hembrechts unter Leitung des 3. Vorsitenden der Kreisgrppe Hof, Herrn Siegfried Rudroff, das Integrierte Singvogelmonitoring (IMS) durchgeführt.

Es dient der Langzeitbeobachtung von Bestandsentwicklungen bei Sing- und Kleinvogelpopulationen und ermöglicht aus den gewonnenen Daten potentielle Ursachen für positive oder negative Veränderungen von Populationsgrößen zu erkennen und zu hinterfragen.

Die Untersuchungsfläche auf dem Gelände der LBV-Ökostation Helmbrechts umfasst ca. 10 Hektar Feuchtwiesen- und Wiesenflächen mit Teichen, Tümpeln und Kleingehölzen.

Im Zeitraum von Mai bis August werden auf dieser Fläche jeweils einmal pro Dekade (zwölf Fangtage) fünf Fangnetze für sechs Stunden nach Sonnenaufgang aufgebaut und alle in diesem Zeitraum gefangenen Vögel bestimmt, kartiert und dauerhaft mit einem Fußring markiert. Zudem werden die gefangenen Vögel nach Alter und Geschlecht bestimmt, gewogen und ihre Flügellänge zur wissenschaftlichen Artenspezifikation gemessen.

Von 2003 bis 2012 wurden im Rahmen des IMS an der Ökostation insgesamt 1953 Vögel aus 59 Arten gefangen. Die am häufigsten vertretenen Arten waren der Sumpfrohrsänger(255), die Mönchsgrasmücke(192), der Feldsperling(164), die Gartengrasmücke(162), die Kohlmeise(159), die Amsel(153), der Zilpzalp(131) und die Blaumeise(109).Allerdings wurden auch einige Raritäten wie der Wendehals oder die Nachtigall gefangen. Dies bestätigt den hohen ökologischen Wert der extensiv genutzten Flächen rund um die Ökostation Helmbrechts.

"Heimische Vielfalt entdecken und nachhaltig nutzen" an der LBV-Ökostation Helmbrechts

Mit dem Basisprojekt sollen die bereits gut etablierten Angebote der LBV-Ökostation weiter ausgebaut und vertieft werden, damit für ihre Besucher wie Kindergärten, Schulen und alle Umweltinteressierte attraktive Veranstaltungen geboten werden können. Wie sich die Umwelt entwickelt, welche Ressourcen vorhanden sind und vor allem wie man diese nachhaltig nutzen kann bzw. bewahrt, soll innerhalb der einzelnen Angebote vermittelt werden. Vor allem aber wie sich jeder Einzelne mit seinen Fähigkeiten einbringen und so zum nachhaltigen Handeln motivieren kann. Regional soll gezeigt werden, wie sich das persönliche Verhalten global auf die Ökologie und die Ökonomie und das soziale bzw. kulturelle Leben auswirkt. Den Schwerpunkt des Basisprojekts bildet an der LBV-Ökostation Helmbrechts das Thema Wasser als Grundlage allen globalen Lebens.

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"Gärten - Vielfalt für Leib und Seele"

Das Modellprojekt "Gärten - Vielfalt für Leib und Seele" ist in Module und Workshops gegliedert. Ziel dieses Projektes ist es, sowohl das Dekadenthema "Gscheid essen - mit Genuss und Verantwortung" weiter fortzuführen, als auch die Vielfalt bekannter Nutzpflanzen wieder in Erinnerung zu rufen. Dies bildet wiederum die Grundlage einer abwechslungsreichen, gesunden und nachhaltigen Ernährung. Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen soll anhand der Module und Workshops aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten sich im heimischen Garten, aber auch auf Balkon und Fenstebank bieten, den Speiseplan durch selbst angebautes Gemüse und Kräutern zu ergänzen. Im Ökostationsbauerngarten und auf dem Kartoffelacker der Ökostation Helmbrechts können alle Teilnehmer der Module und Workshops zudem selbst Hand anlegen. 

 

Gefördert wird dieses Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

 

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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